>> Registrieren <<
 
>>  Zur Hauptseite  <<
 
Zu den Klassenarbeiten, Online-Tests, Grundwissen, Referaten, Online-Mathebuch

Aktuelle Zeit: Sa Jul 31, 2010 8:39 pm

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 2 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: fotoschule
BeitragVerfasst: Fr Jul 31, 2009 7:07 pm 
hey leute,

ich wäre euch wirklich dankbar, wenn ihr mir diesen aufsatz korrigieren könntet. ich weiß, dass meine grammatik nicht perfekt ist, aber ich bräuchte das dringend bis morgen, und in meine bekanntenkreis kann mir da leider keiner so spontan helfen. ich hoffe, ihr nehmt euch die zeit. ich kann mich gerne mit etwas revanchieren . vielen dank.

Sich und sein Leben in einigen Sätzen zu beschreiben ist nahezu unmöglich, aber einen Versuch ist es wert.
Geboren wurde ich am xy als Julia C. W. in K., und aufwachsen durfte ich in der Kleinstadt x im y Ich war schon damals ein relativ verträumtes Kind und beobachtete einfach viel lieber das ganze Geschehen um mich herum als brüllend durch die Gegend zu laufen. Obwohl ich gerne in der Gegenwart von anderen Kindern spielte, behauptet meine Mutter, dass ich immer wenn ich vom Kindergarten nachhause kam, bat nun in Ruhe spielen zu können, da mir die anderen Kinder mit der Zeit zu anstrengend waren. Am liebsten beschäftigte ich mich dann mit Bilderbüchern, malen oder einfach nur meinem liebsten Hobby: der Tagträumerei.
Mit 4 Jahren lernte ich meinen Vater kennen. Noch heute erinnere ich mich an jedes Detail. Damals, mein Vater ein schlaksiger dunkelhaariger Mann , mit gestreiferter Shorts und kurzärmeligen T-Shirt. Es war Sommer, wir saßen beide beim Neusiedler See und teilten uns ein Twinni-Eis. Die Scham war bald abgelegt, weil mein Vater ein eher lustiger Mensch war und mich mit den umherschwimmenden Schwänen, deren Schnäbel eine ähnliche Farbe wie mein Wassereis hatten, unterhielt. Er tupfte ihnen frech auf den Schnabel. Als Antwort gab es nur ein ärgerliches Pfauchen. Er war mir auf Anhieb sympathisch, dennoch blieb er ein fremder Mensch für mich.
In der Volksschule (angeblich eine Schule in der die Kreativität gefordert wird, großer Betrug) wurde ich meistens als zu verträumt abgestempelt, obwohl ich in den meisten Fächern keine Probleme hatte, mich langweilte oder einfach lieber den Vögel oder dem Geschehen außerhalb der Schule folgte (ich bevorzugte den Fensterplatz). Zu meinem 8.Geburtstag bekam ich von einer Schulkameradin, die einfach eingeladen wurde, weil sie eben in die gleiche Klasse ging, eine Geburtstagskarte mit der Aufschrift „Zerstreutheit ist die Aufmerksamkeit auf etwas anderes.“. Das Wort „verträumt“ war von daher nur mehr ein negativ besetztes Wort für mich. In der 4.Volksschule wurde mein „Vogel“Bild zerstört, von einer Klosterschwester. Ich hatte nicht die herkömmlichen Vögel, mit Schnabel, Augen und dem ganzen Zubehör, gezeichnet, sondern meine ganz eigenen. Abstrakte Vögel. Obwohl ich damals noch gar nicht richtig aufmüpfig war, zerriss sie mein Bild vor den Augen der ganzen Klasse und warf es in den Mistkübel. Seit wann gibt es in der Kunst Regeln?
Die weiteren Jahre zogen an mir vorbei wie im Flüge. Ich träumte viel, vorallem von einer besseren Welt. Ich würde meine Kindheit aber dennoch als relativ glücklich bezeichnen. Obwohl meine Mutter nicht so viel Zeit für mich hatte (sie musste andauernd arbeiten und hasste ihren Beruf) und mein Vater keine große Rolle in meiner Kindheit spielte, waren entweder meine großen Schwestern oder Freunde für mich da, die mich auffingen. Besonders gerne spielte ich in der Natur mit meinen Freunden oder mit Tieren (die waren im Gegensatz zu Menschen immer treu und dankbar für Aufmerksamkeit), begann ausgiebig zu lesen oder hörte Musik.
Nachdem ich die Unterstufe abgeschlossen hatte, entschied ich mich ins B. Oberstufengymnasium umzusteigen. Dort kannte ich keinen einzigen (!) Menschen. Ich weiß bis heute nicht, warum ich mich so plötzlich dafür entschieden habe und warum alles so gekommen ist, aber im Nachhinein bereue ich nichts. Ich wollte einfach aus dem gewohnten Feld ausbrechen. Es war eine äußerst harte Zeit. Privat, sowie schulisch. Ich fühlte mich überall missverstanden. Der einzige der mich in dieser Zeit verstand, war mein bester Freund. Wir sprachen einfach über alles und das half mir damals sehr viel. Außerdem begannen wir uns beide für die Fotografie zu interessieren und gingen desöfteren zusammen außer Haus um Fotos von unserer Umgebung zu schießen. Manchmal standen wir uns auch selbst Modell. Wir probierten einfach ständig Neues aus.
Nach meinem „Scheitern“ in der Schule half mir nur mehr die Fotografie, Filme, meine Bücher oder Musik aus meiner derzeitigen Lage. Durch diese Mittel konnte ich meine Traurigkeit zum Ausdruck bringen oder einfach nur etwas über Menschen erfahren denen es ähnlich ergangen war, das half mir sehr. Nicht nur ich wurde missverstanden. In der Schule lernte man nur Theorie, aber was war mit der Praxis? Die blieb auf der Strecke. Wir verschliefen alle unser Leben. Dennoch wechselte ich in die Handelsakademie in Neusiedl am See. Wenn man an meine verträumte Art und meine Interessen dachte, die Fehlentscheidung des Lebens. Aber ich versuche immer überall das Gute zu erkennen. Und ich lernte durch diesen Schulwechsel viele neue Leute kennen, die mir sehr wichtig waren. Endlich fand ich Leute außer meinen besten Freund mit denen ich über meine Interessen sprechen konnte. Leute mit Herz und Charakter. Meine Lebensmenschen. Nach der dritten Klasse verfiel ich dennoch in ein großes schwarzes Loch. Ich konnte diese Schule einfach nicht mehr ertragen. Aussagen wie „Man sollte keine unnützen Produkte erzeugen. Man hätte dann mehr Geld für die Versorgung der Hungernden und der Kranken.“, musste mit „ist falsch“ angekreuzt werden. Eine andere Lösung war inkorrekt. Daher brach ich die Schule ab und begann am Wochenende als Verkäuferin in einem Kleidungsgeschäft zu arbeiten. In der Zeit lernte ich sehr viel über mich. Ich begann übermäßig viel zu lesen, fotografieren, malen und mich mit Musik zu beschäftigen. Außerdem fand ich heraus, dass mein Vater, der selbst freischaffender Künstler ist, viele Gemeinsamkeiten mit mir hatte. Wir hörten sogar die gleiche Musik, hatten ähnliche Ansichten. Für mich aber nicht unbedingt sehr aufmunternd, da mein Vater auch gleichzeitig ein sehr egoistischer Mensch war und mehr oder weniger seine Tochter im Stich gelassen hatte. Aber nun konnte ich ihm eher verzeihen, weil ich wusste wie er sich hin und wieder fühlte. Als ich durch Zufall auf die Seite von der Fotoschule stieß begann ich mich gleich sehr dafür zu interessieren. Das wäre die Chance um mich mehr der Fotokunst zu widmen und technisches Know-how zu erlangen. Ich wusste gleich, das ist meine Schule. Dort will ich hin, koste es was ich wolle. Das ist mein Weg.


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: fotoschule
BeitragVerfasst: Fr Jul 31, 2009 9:34 pm 
Offline
Moderator
Benutzeravatar

Registriert: Fr Mai 17, 2002 2:40 pm
Beiträge: 3370
Wohnort: BW
Zunächst möchte ich eine Bemerkung vorausschicken:
Ich schätze mal, dass ist ein Bewerbungsschreiben für eine Schule oder zumindest ein Teil davon. Da ich natürlich nicht weiß, welche Anforderungen an dieses Schreiben gestellt sind, kann ich dir bei manchen Stellen nicht sagen, ob sie so in Ordnung sind, da sie vom Ton her eher nicht in ein offizielles Schreiben gehören. Falls dies aber durchaus gewünscht oder normal ist, wäre es natürlich in Ordnung.

Zitat:
beobachtete einfach viel lieber das ganze Geschehen um mich herum als brüllend durch die Gegend zu laufen

# Komma nach "herum"

Zitat:
behauptet meine Mutter, dass ich immer wenn ich vom Kindergarten nachhause kam, bat nun in Ruhe spielen zu können

# "behauptete" -> nicht die Zeiten durcheinanderbringen
# Komma nach "dass ich"

Zitat:
Damals, mein Vater ein schlaksiger dunkelhaariger Mann , mit gestreiferter Shorts und kurzärmeligen T-Shirt

# Das "Damals" ohne weiteren Bezug wirkt etwas seltsam. Du hast nun zwei Möglichkeiten: entweder du schreibst "Damals war mein Vater...". Dann könntest du dir sogar beide Kommas sparen. Oder wenn das "damals" drin bleiben soll, würde ich zu einem Gedankenstrick tendieren: "Damals - mein Vater, ein...."

Zitat:
ärgerliches Pfauchen

# "Fauchen", auch wenn ich nicht glaube, dass Schwäne das wirklich tun, fällt mir gerade keine bessere Beschreibung des Geräusches ein.

Zitat:
(angeblich eine Schule in der die Kreativität gefordert wird, großer Betrug)

# Das Komma am Besten durch ein Semikolon ersetzen

Zitat:
einfach lieber den Vögel

# "Vögeln" -> Plural

Zitat:
Das Wort „verträumt“ war von daher nur mehr ein negativ besetztes Wort für mich

# war von nun an nur noch ein...

Zitat:
In der 4.Volksschule wurde mein „Vogel“Bild zerstört, von einer Klosterschwester

# Nimm das "von einer Klosterschwester" vor "zerstört", dann kannst du dir das Komma sparen.

Zitat:
und warf es in den Mistkübel

# Ich weiß zwar nicht wie geläufig bei euch dieses Wort ist, aber ich würde es vielleicht etwas neutraler mit "Abfall" ersetzen.

Zitat:
wie im Flüge

# Fluge

Zitat:
Freunde für mich da, die mich auffingen

# Der Nebensatz muss hinter "Freunde", weil er sich ja auf sie bezieht. Daher kann er nicht am Ende des Satzes stehen.

Zitat:
entschied ich mich ins B. Oberstufengymnasium umzusteigen

# Statt "umzusteigen", besser "zu wechseln"

Zitat:
dafür entschieden habe und warum alles so gekommen ist

# "hatte" und "war", statt "habe und "ist"

Zitat:
harte Zeit. Privat, sowie schulisch

# Die Sätze sollte man miteinander verbinden, weil der 2. allein nicht so dastehen kann. Also z.B. "...harte Zeit, sowohl privat, als auch schulisch".

Zitat:
außer Haus um Fotos von unserer Umgebung zu schießen

# Komma nach "Haus"

Zitat:
Nach meinem „Scheitern“ in der Schule half mir nur mehr die Fotografie

# "mehr" streichen

Zitat:
Menschen erfahren denen es ähnlich ergangen war

# Komma nach "erfahren"

Zitat:
ergangen war, das half mir sehr

# Semikolon statt Komma

Zitat:
Aber ich versuche immer

# "versuchte"

Zitat:
Leute außer meinen besten Freund

# Komma nach "Leute" und nach "Freund"

Zitat:
großes schwarzes Loch

# "schwarzes" streichen. Schwarze Löcher findet man nur in der Physik

Zitat:
musste mit

# "mussten". Aussagen sind ja Plural.

Zitat:
Seite von der Fotoschule stieß begann

# Komma nach "stieß"

Zitat:
Das wäre die Chance um mich mehr

# Komma nach "Chance"

Zitat:
koste es was ich wolle

# Koste es, was es wolle

_________________
That was yesterday
But today life goes on
No more hiding in yesterday
Cause yesterday's gone


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 2 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron