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Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 13 Beiträge ] 
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BeitragVerfasst: So Jun 06, 2004 4:46 pm 
Ich muss ein Referat über die Organisation udn die Entwicklung der Konzentrationslager mahcne, könnt ihr mir helfen?


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BeitragVerfasst: So Jun 06, 2004 5:12 pm 
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Teilzeit-Anwesender

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http://www.denktag.de/denktag2002/denkt ... chwitz.htm
http://home.t-online.de/home/320050027030/weiter2.htm

habs nich genau angeschaut, vllt. hilfts.

Spam, dem grade alles egal ist


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BeitragVerfasst: So Jun 06, 2004 5:16 pm 
*lol* dann schaus dir aml an.. fehler in der matrix.. so siehts aus ^^


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BeitragVerfasst: So Jun 06, 2004 5:19 pm 
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Teilzeit-Anwesender

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why?


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BeitragVerfasst: So Jun 06, 2004 5:26 pm 
also bei mir steht der ganze text übereinander ich kann nix lesen.. bei dir nicht O.o ?


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BeitragVerfasst: So Jun 06, 2004 5:32 pm 
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Teilzeit-Anwesender

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nö....

aber ich kanns mal kopieren:

Endstation Auschwitz - Nie wieder vergessen


Einleitung


Nach Aussage des ersten Lagerkommandanten Rudolf Höß war Auschwitz "die größte Menschenvernichtungsanlage aller Zeiten". Auschwitz ist Symbol für den Holokaust geworden - Auf folgenden Seiten versuchen wir ihnen Einblicke zu geben, in eines der größten, wenn nicht sogar in das größte je an Menschen verübte Verbrechen. Das damalige KZ liegt zwischen Krakau und Kattowitz, am Zusammenfluß der Weichsel und Sola, in einer Sumpflandschaft, die wegen ihrer guten Verkehrsanbindung von der SS als Standort für das Lager ausgewählt wurde. Das Lager Auschwitz umfaßte am Ende ein Gebiet von ca. 40 Quadratkilometern, das auch ein weitläufiges Speergebiet beinhaltete. Der erste Lagerkommandant Rudolf Höss begann am 27.4.1940 mit dem Aufbau des Lagers, das zuvor als Kaserne des österreichisches Heeres genutzt wurde. Schon am 14.Juni 1940 lieferte die Gestapo die ersten Häftlinge - 728 Polen aus Tarnow. In den darauffolgenden Jahren folgten ihnen Tausende Juden, Sinti, Roma und politische Gegner aus allen Teilen Europas - nur wenige überlebten.
Die Zahl der Gefangenen schwankte durchschnittlich zwischen 13.000 und 16.000 Häftlingen, 1942 waren es jedoch über 20.000. Die Häftlinge wurden in sogenannten Blocks, auch in dessen Kellern und Dachböden, untergebracht. Das gesamte Lager war von einem doppelten Starkstrom geladenen Stacheldrahtzaun umgeben, der Fluchtversuche verhindern sollte. Über dem Eingangstor wurde als Hohn über die Zwangsarbeiter ein Schild mit der Aufschrift: "ARBEIT MACHT FREI" angebracht. In der Nähe des Geländes ließen sich verschiedene Firmen, darunter IG Farben, AEG, Henckel-Donnersmarck, Rheinmetall, Siemens-Schuckert nieder, um aus dem KZ billige Arbeitskräfte zu mieten, die von den Nationalsozialisten angeboten wurden.

27.04.1940 Befehl der SS zur Erbauung eines Konzentrationslagers 60 km von Krakau entfernt
14.06.1940 728 politische Gefangene werden aus Tarnow nach Auschwitz gebracht
01.03.1940 Ausdehnung des Lagers auf den Nachbarort Birkenau und Vergrösserung des Stammlagers
29.07.1941 Befehl zur Massenvernichtung der Juden
01.10.1941 Bau des Lagers Auschwitz-Birkenau beginnt
15.02.1942 Der erste große Judentransport kommt in Auschwitz, deren Insassen in Gaskammern vernichtet werden
26.03.1942 Der erste Sammeltransport von Juden, der vom Reichsicherheitsamt organisiert wurde, kommt in Auschwitz an
04.07.1942 Unter einem Transport der RSHA von Juden wird die erste Selektion durchgeführt
1942/1943 Es werden weitere Gaskammern und Krematorien erbaut
07.10.1944 Häftlinge, die zur Mitwirkung an den Massenmorden gezwungen wurden, unternehmen einen Aufstand
01.11.1944 Zyklon B wird als Mordwaffe nicht mehr benutzt
26.11.1944 Die meisten Krematorien und Gaskammern werden von den Nazis zerstört
18.01.1945 Evakuierung des KZ Auschwitzes beginnt
26.01.1945 Das letzte Krematorium und die letzte Gaskammer werden von der SS zerstört
27.01.1945 Das KZ Auschwitz wird von Sowjetischen Truppen befreit. Etwa 7000 kranke und erschöpfte Häftlinge werden geborgen und in Sicherheit gebracht
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Deportation

"Je weiter die Fahrt, Zug rollt durch Gleiwitz, Myslowitz, desto sicherer ist das Ziel: Auschwitz!"

Die meisten jüdische Männer, Frauen und Kinder in Europa wurden in den Jahren des Nationalsozialismus von deutschen Sonderkommandos in die verschiedenen, von den Nazis gegründeten, Konzentrationslager deportiert. Oft zu Hunderten in Viehwaggons gepfercht erreichten sie völlig erschöpft ihr Ziel: Auschwitz, Buchenwald, Theresienstadt, Treblinka, Dachau oder eines der anderen KZs. Sofort nach ihrer Ankunft begann die Selektion: alle Kinder unter 15 Jahren wurden auf brutalste Weise von ihren Eltern getrennt und mit allen älteren oder arbeitsunfähigen Frauen und Männern in den Gaskammern getötet und daraufhin in den Krematorien verbrannt. Die Arbeitsfähigen wurden als Zwangsarbeiter oder Zwangsarbeiterinnen im KZ eingesetzt oder an angesiedelte Firmen vermietet.
Der Dortmunder Otto Hermann berichtete:
"Je weiter die Fahrt, Zug rollt durch Gleiwitz, Myslowitz, desto sicherer ist das Ziel: Auschwitz! Ein Arbeitslager? Was wissen wir darüber? Alles und nichts. Und dann noch ein paar Stationen, der Zug hält, wird auf ein anderes Gleis geschoben und bleibt stehen. Die 5000 sehen hinaus: "Raus, rasch! Alles Gepäck im Waggon lassen. Mitnehmen verboten!". Eine schmerzliche Überraschung folgt der anderen. Aufstellen zu zehnt, Stacheldraht mit den weißen Isolierknöpfen. Für die von ihnen, die schon einmal in einem Lager waren, das bekannte Bild: Das Deutsche Konzentrationslager. Das Deutsche Konzentrationslager! Und da steht die Schlange der 5000. Schon willenlos. Eine Herde schaut und schaut. Wir wissen nicht, was mit uns geschieht. Das letzte, was wir an Kleidung und Lebensmitteln besaßen, bleibt zurück. Zur Verfügung der SS. Gut genährte Sträflinge räumen schon die Waggons aus. Kreaturen der SS versorgen sich mit Zigaretten, Armbanduhren, Gold, Trauringen. Wir 5 000 schließen auf. Wir sind in einem Waschraum. Ist das alles wahr? Ist das möglich? Um uns herum der Stacheldraht, elektrisch geladen: Verbrecher, ja, zu Verbrechern wurden wir gestempelt, weil wir Juden sind...... Vorbei der Traum von alldem Schönen, was wir noch besaßen. Nur jetzt nicht denken an die Mutter, an die Frau, nur weg, weit weg mit den Gedanken. Wir fühlen, wie sich uns die Kehle zuschnürt, vor Augen das Gesicht unserer Lieben...Wir denken nur: Gott schütze sie vor diesem Schicksal! Dann stehen wir vor dem SS-Mann. "Alter?" - "37." - "Gesund?" - "Ja." Kurzer forschender Blick, eine Handbewegung nach rechts. "Alter?" - "52." - "Gesund?" - "Kriegsverletzung am Arm". Der Daumen des SS-Mannes nach links deutend. Und so weiter. Der Sohn wird von dem Vater gerissen, Bruder von Bruder. "Kann mein Vater mit mir gehen?" - "Nein", sadistisch blickt der SS-Mann. Und weiter pflügt er sich durch den Haufen. Dann Abmarsch in die Blocks."(Zit. nach: Widerstandund Verfolgung in Dortmund 1933-1945, Stadtarchiv Dortmund)

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Warum die Juden?

Juden waren seit je her eine ausgeschlossene Minderheit in Europa. Durch Unwissenheit und Ignoranz entstanden im Laufe der Jahrhunderte viele Vorurteile, sie wurden als "andere", als Nicht - Christen und als "Nachfahren der Mörder Jesus Christus", für alles Schlechte, für Krankheiten, Morde oder Diebstähle, verantwortlich gemacht und verurteilt. Die Nationalsozialisten griffen diese Vorurteile auf, erweiterten und verbreiteten sie in Deutschland, und stellten, als Begründung ihres Judenhasses, die sogenannte Rassenlehre auf. "Juden seien eine Minderwertige Rasse und die Hauptfeinde des Deutschen Volkes (der "arischen" Rasse) und müßten daher unbedingt vernichten werden". Wenn man annimmt, daß es so etwas wie "Menschenrassen" tatsächlich gibt, worüber sich die Wissenschaftler im Übrigen noch immer streiten, muß man den Begriff "Rasse" genauer betrachten: die Gesamtheit der Angehörigen einer Art, die sich durch bestimmte erbliche Merkmale von anderen Menschen unterscheiden. Also könnte man nur dann von einer jüdischen Rasse sprechen, wenn sich Juden durch besondere, nur in ihrer Gruppe vorkommende, Erbanlagen von den anderen Menschen unterscheiden würden. Dies ist aber nicht der Fall, Juden gehören wie die Mitteleuropäer, Russen und Inder zur sogenannten Gruppe der Europiden. Das Judentum ist nur ein religiös und kulturell bestimmter Begriff, die vermeintlich jüdische (oder semitische) Rasse gibt es nicht. Selbst die Nazis merkten bald, das sie einen Juden nicht biologisch von den anderen Deutschen auseinanderhalten konnten und so sagte Göring einmal: "In meinem Ministerium bestimme ich, wer Jude ist". Um den Judenhass in Deutschland zu steigern, wurde ein bestimmtes Charakterbild entwickelt: "Der Juden ist reich, kriminell, hinterlistig, verschlagen und sein größtes Ziel sei es, alle Deutschen zu vernichten......" Bald setzte man das Gerücht, der "großen jüdischen Weltverschwörung" in die Welt, und machte diese für den "aufgezwungenen" Krieg verantwortlich - man hatte also seinen Sündenbock gefunden. Die gewaltige Propaganda war erfolgreich: ehemals geachtete Bürger wurden gemieden, bedroht, getötet, ihre Wohnungen und Geschäfte geplündert und in Brand gesetzt, kam die Gestapo, wurde weggesehen: "der Jude hatte es ja verdient".

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Und alles, weil sie Juden sind:
"Abend für Abend rasen die grauen und grünen Militärautos durch die Straßen. Die "Grünen" (das ist die deutsche SS) und die "Schwarzen" (die holländische Nazipolizei) suchen nach Juden. Wo sie einen finden, nehmen sie die ganze Familie mit. Sie schellen an der Tür und ist es vergeblich, gehen sie ein Haus weiter. Manchmal sind sie auch mit namentlichen Listen unterwegs und holen dann systematisch die "Gezeichneten". Niemand kann diesen Schicksal entrinnen, wenn er nicht rechtzeitig untertaucht..... Es ist wie eine Sklavenjagd in früherer Zeit. Ich sehe es oft im Geiste vor mir: Reihen guter unschuldiger Menschen mit weinenden Kindern, kommandiert von ein paar furchtbaren Kerlen, geschlagen und gepeinigt und vorwärts getrieben, bis sie beinahe umsinken. Niemand ist ausgenommen. Die Alten, Babys, schwangere Frauen, Kranke, Sieche - alles, alles muß in diesen Todesreigen!....... Mir ist bange, wenn ich an alle denke, mit denen ich mich so eng verbunden fühlte, die nun ausgeliefert sind an die grausamsten Henker, die die Geschichte kennt. Und alles, weil sie Juden sind!" (Aus dem Tagebuch der Anne Frank, S.46 f., 53. Auflage)
--
Aus Adolf Hitlers: "Mein Kampf":
So glaube ich heute im Sinne des allmächtigen Schöpfers zu handeln: Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn!" (Mein Kampf, Auflage 1941, S. 70)



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Hinrichtung

"Die Opfer hatten die Massengräber selbst ausheben müssen. Der Graben war ca. 3 m breit und 100 m lang und lag unmittelbar hinter dem Lagerzaun. Bevor die Opfer in kleinen Gruppen dort hingetrieben wurden, hatten sie in der "L"- Baracke ihre Kleidung auszuziehen - "L" war das Kürzel für Liquidierung. Auch bei der Massenvernichtung galt deutsche Ordnung, der sogenannte Spinnstoff-Erlaß. Menschen wurden gnadenlos getötet, aber Textilien mussten erhalten bleiben. Die Mordtaten seien, so berichteten Augenzeugen, abgelaufen nach dem Prinzip der Eile: Niemand sollte bei diesem Blutbad ohnegleichen zum Nachdenken kommen. Ein Schuß aus der Maschinenpistole pro Mensch - es war Einzelfeuer angeordnet, um Munition zu sparen. Manche MP lief dabei trotzdem so heiß, daß sie unbrauchbar wurde. Die Schützen kippten ordentlich Schnaps, und aus den Lautsprechern dröhnten, um das Knallen der Schüsse zu übertönen, bunte Operettenmusik und Schlager. "Bester Herr, liege ich so richtig?" habe ein Jude seinen Todesschützen gefragt - es waren seine letzten Worte. Einer der Täter beschrieb den Vorgang nüchtern: "Die Juden mussten sich in dem Graben und später auf den Leichen der bereits Erschossenen niederlegen und erhielten dann einen Genickschuß.....Sodann prüfte der Kommandoführer, ob noch ein Mensch Lebenszeichen von sich gab, und gab den sogenannten "Fangschuß"...Nach meiner Erinnerung hat die Erschießung von 20 Juden etwa einen Zeitraum von einer Viertelstunde beansprucht. Vielleicht sind es auch zehn Minuten gewesen. Ich hatte jedenfalls denn Eindruck, die ganze Aktion ging recht langsam vor sich." Bei den Kindern, die sich an ihre Müttern klammerten, schonten die Mörder ihr Material. Die aufgeschichteten Körper der Erwachsenen würden die Kleinen erdrücken und ersticken, kalkulierten sie - und sie hatten recht. Die Juden mussten ihre toten Glaubensbrüder verbrennen. Danach starben auch sie. Aus der Asche wurde Pflanzendünger für die KZ-Gärtnerei hergestellt. (Spiegel Nr.22/ 31.05.99 /"So müßte die Hölle sein")

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BeitragVerfasst: So Jun 06, 2004 5:32 pm 
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Teilzeit-Anwesender

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Vernichtung

In den ersten Jahren wurde vor allem Hunger und Arbeit als Vernichtungsstrategie im Konzentrationslager Auschwitz benutzt. Erst 1941 gab der damalige Lagerkommandant Rudolf Höss den Befehl zur ersten Massenvernichtung, durch das Gas ZyklonB. Zwei leerstehende Bauernhäuser wurden im Jahre 1942 in provisorische Gaskammern umgebaut, in denen 800 bis 1200 Menschen pro Tag getötet wurden. Die Leichen wurden bis 1942 in Massengräbern verscharrt, erstspäter wurden sie in Krematorien gebracht und verbrannt und zu Dünger verarbeitet, das über den Beeten und Feldern ausgestreut wurde. Ausserdem fanden noch grausame "medizinische" Versuche statt, unter anderem Massensterilisationen, Zwillingsforschung sowie neue Arzneimitteln, die an den Häftlingen ausprobiert wurden.
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Exekution
In Auschwitz I befand sich die offizielle Hinrichtungstätte in einem durch zwei Mauern abgeschirmten Hof, zwischen den Blocks 10 und Block 11. Am Ende des Hofes befand sich eine schwarz angemalte Wand, genannt "Schwarze Wand", vor der Sand ausgestreut war, um das Blut der erschossenen Häftlinge aufzusaugen. Die Gefangenen mußten sich nackt und Barfuß vor der Mauer hinknien, bevor sie einen Schuß in den Nacken bekamen. Nicht nur an der Schwarzen Wand fanden solche Exekutionen statt, auch in Blocks und Arbeitshallen wurden Häftlinge getötet, die zu langsam arbeiteten oder einen SS-Mann angeblich zu provozierend ansahen. Selbst wenn es einem Bewacher zu langweilig wurde, konnte er als Unterhaltung einen Gefangenen umbringen. Offiziell wurden Häftlinge nur bei einem Fluchtversuch erschossen. Die blutenden Leichen wurden auf Lastern in das nächste Krematorium gebracht, und dort verbrannt. Auf den Lagerstraßen hinterließen die Lkws auf der Fahrt ins Krematorium große Blutlachen die erst vom Regen weggespült wurden.
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Galgen
Auf dem Appellplatz in Auschwitz I stand Ein Galgen an denen die Hinrichtungen stattfanden, die vor allen Häftlingen des Lagers vollstreckt wurden. Der häufigste Grund für das Erhängen am Galgen war der Fluchtversuch. Die Hinrichtung wurden wie folgt erstreckt:
Die Verurteilten wurden von SS-Männern gefesselt, auf den Platz gebracht, auf denen schon alle Häftlinge versammelt waren. Der Lagerkommandant las das Urteil erst auf Deutsch, dann auf Polnisch bzw. in der jeweiligen Landessprache vor, bevor dem Henker, selbst ein Häftling, genaue Anweisungen erteilt wurden, wie er das Urteil zu vollstrecken hätte. Der "Verurteilte" mußte sich auf eine Kiste unter dem Galgen stellen, der Henker legte ihm den Strick um den Hals und die Deckplatte der Kiste wurden durch einen Hebel abgeklappt, so das das Opfer mit einen kurzen Ruck einige cm nach unten fiel. Der Häftling starb in den meisten Fällen nicht an Genickbruch, sondern erst einige Minuten später am Ersticken oder Abschnüren der Blutzufuhr. Grund dafür war, das das Seil und die Fallhöhe (mit Absicht) zu kurz waren. Der Zweck des öffentlichen Erhängens war die Einschüchterung der Lagerhäftlinge, damit sie keine Fluchtversuche mehr unternehmen oder ungehorsam zeigen.
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Bestrafung
Im Lager gab es eine große Anzahl von Strafanlässen und Strafmöglichkeiten, offizielle sowie inoffizielle. Die meisten Verbote waren so gehalten, daß jeder Aufseher willkürlich die Strafe "rechtmäßig" vollziehen konnte. Einige SS-Männer stellten den Gefangenen oft unerfüllbare Aufgaben, wie z.B.: den Bezug des Strohsackes Bügelglatt herzurichten, und bestraften die Häftlingen,..... die die Aufgabe (verständlicherweise) nicht erfüllen konnten, grausam. Auch wurden zwei widersprüchliche Regeln aufgestellt, so das das Opfer unter jeder Bedingung bestraft wurde. Zum Beispiel wurden Häftlinge wegen dreckiger Schuhe bestraft, die gegen die Sauberkeitsvorschriften verstießen, andererseits galten saubere Schuhe aber als Beweis dafür, daß sich der Häftling vor der Arbeit gedrückt hatte. Die Strafen wurden bestialisch und grausam vollzogen und endeten oft auch im Tode. Es gab viele Möglichkeiten für die SS, wie Schwerstarbeit im Laufschritt, Essensentzug, schwerste Mißhandlungen, Steh-und Dunkelzelle, stunden oder tagelanges stillstehen, Pfahlbinden oder Prügelbock:

"Dem Opfer wurden die Beine fest eingeklemmt und die Arme von zwei Häftlingen festgehalten. Ein SS-Mann prügelte mit einen Schlagknüppel oder einer Peitsche wild auf das Opfer los, das die Schläge laut mitzählen mußte. Wenn der Geprügelte wegen den Schmerzen einmal nicht mitzählen konnte, wurden ihm mehrere Strafschläge verhängt, die oft noch grausamer ausfielen als die ersten.[...] Beim Pfahlbinden wurden die Arme des Häftling nach hinten gedreht und so hoch an den Pfosten gehängt, daß seine Füße wenige Zentimeter über den Boden hingen. So mußte er lange, lange hängen bleiben bis die Nazis den Spaß daran verloren hatten und ihn wieder herunter holten.[....]"
--
Hunger
Hunger wurde, wie schon gesagt, vor allem in den ersten Jahren als Mordwaffe eingesetzt. Zwar gab es Vorschriften wieviel Nahrung (Kalorien etc.) ein Häftling pro Tag bekommen mußte,aber sie bekamen nie die ausreichenden Mengen. So erhielt ein Schwerstarbeiter ca.1700 Kalorien (vorgesehen 2150 Kalorien), eindeutig zu wenig:
Morgens: Ein halber Liter Tee oder Kaffee-Ersatz
Mittags: 3/4 Liter widerlicher Suppe aus Kartoffeln oder Kartoffelschalen mit anderen Zutaten
Abends: Ein paar Scheiben Brot, mit wenigen Wurstscheiben oder Margarine, einen Eßlöffel Marmelade oder ein wenig Käse.
Die Lebensmitteln waren in den häufigsten Fällen schon angefault oder zu mindestens sehr alt. Die Häftlinge waren schon nach kurzer Zeit erschöpft, entweder wegen der Essenration oder wegen der Essensausgabe. Schwerstarbeiter standen im Gegensatz zu den"leicht" Arbeitern weiter vorne in der Schlange, so das die hinteren in manchen Fällen nichts mehr zu essen bekommen hatten. Durch den Hunger geplagt suchten sie sich in jeder freien Minute essen, aus Mülltonnen und Müllbergen in der Nähe der Eßensräume und Küchen.
--
Krankheiten
Mangelnde Hygiene und psychischer und physischer Terror durch überschwere Arbeit, waren die Gründe für den Großteil der Krankheiten im Lager. Fast jede Infektionskrankheit war in Auschwitz vorhanden: Ruhr, Malaria, Typhus, Tuberkulose und das Fleckfieber. Viele Krankheiten führten in einigen Fällen zum Tode: Hungerödeme, Kratze, Kachexie (Kräfteverfall und Blutarmut)und das Noma-Geschwür (der Mund war zerfressen, das Geschwür bohrte sich in die Tiefe, der Kiefer wurde ausgehöhlt und Wangen durchlöchert).Starben die Kranken nicht in kurzer Zeit selber, wurde der Sterbensweg durch eine Spritze beschleunigt oder sie wurden gleich in den Gaskammern umgebracht.
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Arbeiten
Viele Gefangene starben wegen der Häftlingsarbeit, die auf Vernichtung ausgerichtet war. Selbst das Lager, außer wenige Ausnahmen, wurden von den Häftlingen selber erbaut.
Es gab mehrere Tätigkeiten für die Gefangene:
Arbeiten innerhalb des Lagers, als Lagerschreiber oder Häftlingsarzt, handwerkliche Tätigkeiten..
- Aussenarbeiten: Bauarbeiten, Strassenarbeiten, Steinbruch, sowie Gleisbauten und Strafbeobachtungen etc. - Einsatz in privaten, staatlichen oder SS-Betriebenden Betrieben. Unternehmen konnten aus den Lager Arbeitskräfte leihen und über ihre Arbeitskraft verfügen. Als Gegenleistung mussten sie 3-6 Reichsmark an die SS bezahlen. Durch diese Häftlingsarbeit endstand ein weitverzweigtes Netz von Außenanlagen, die um das Lager verteilt waren.Eventuelle Berufsausbildung oder Schulabschluß des Häftlings war für die SS nicht von Bedeutung und wurde von der Arbeitszuteilung nicht beachtet. Die SS legte aber auf schnelles Tempo und größtmögliche Anstrengung für die Häftlinge besonders viel wert, um ihnen einen qualvollen Tod zu bereiten.
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Vergasung
Die ergiebigste Methode der Vernichtung von Menschen war die Vergasung. Die SS verwendete das Blausäurepräperat ZyklonB, das bei Körpertemperatur verdampft und innerhalb kürzester Zeit zum Erstickungstod führt.
Die ersten Versuche mit diesem Gas fanden im September 1941 in Zellen des Blocks 11 in Auschwitz I statt. Später wurden die Leichenhallen des Krematorium I als Gaskammern benutzt. Wegender begrenzten Leistungsfähigkeit wich die SS 1942 in zwei Bauernhäusern in Birkenau aus. Die Leichen wurden erst in Massengräbern gebracht,später jedoch in den Krematorium verbrannt. Da auch diese provisorischen Anlagen nicht ausreichten, wurden 1942 vier große Todesfabriken gebaut,die zwischen März und Juni 1943 benutz wurden. Jedes Gebäude hatte einen Entkleidungsraum, Gaskammern sowie Retortenöfen zur Einäscherung der Toten. In den Krematorien konnten täglich 4756 Leichen verbrannt werden, das war zu mindestens der theoretischer Wert,der die Zeit für die Wartung und Entschlackung mit einschloß. Tatsächlich wurden aber bis 8000 Leichen pro Tag verbrannt. Im Sommer 1944 konnten während der Deportation der ungarischen Juden bis zu 24000 Menschen pro Tag getötet und verbrannt werden. Die Asche der Toten diente als Dünger für die Felder und Beete, auf denen besonders viele Erträge gemacht werden konnten. Eine weitere Möglichkeit der Vergasung, waren die Gaswagen, die vor allem in den ersten Jahren der Verfolgung benutz wurden. Das Reichssicherheitsamt bestellte bei der Firma Saurer in Berlin Lastkraftwagen mit luftdicht verschließbaren Kastenbauten, in die die Abgase des Lkws eingeleitet wurden. Die 40-60 Insassen wurden so lange in der Gegend herumgefahren, bis alle Menschen an dem Kohlenmonoxid des Abgases erstickt waren. Die ca. 30 Wagen wurden als S-Wagen (Spezial) oder G-Wagen (Gas) bezeichnet, und ab 1941 von sogenannten Einsatztruppen in der Sowjetunion verwendet.
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Giftspritze
Einweisungen der Häftlinge ins Lagerkrankenhaus war sehr gefürchtet, da sie bereits in den ersten Krankheitsstadien mit der Tötung durch die Giftspritze zu rechnen hatten. Sie wurden mit einer 10 ccm Phenolspritze getötet, die direkt in das Herz injiziert wurde. Die Opfer waren sofort tot. Erste Tötungen fanden 1942 statt. Die Phenolspritzen verabreichten meistens die Sanitäter Josef Klehr und Herbert Schärpe sowie die angelernten Häftlinge Alfred Tössel und Mieczyslaw Panszcyk. Zum sogenannten "Abspritzen" vorgesehene Häftlinge (mit Kindern) mussten in einen Raum im Block 20 kommen. In diesem Raum wurden sie einzeln aufgerufen und in einen Speziellen Stuhl gesetzt. Zwei weitere Häftlinge mussten das Opfer an den Händen festhalten und ein dritter ihm die Augen verhüllen. Dann stieß einer der Sanitäter die Nadel in das Herz des Todeskandidaten und entleerte die Spritze.
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Versuche
Um die Reinheit der deutschen Rassen zu erhalten, wurden Massensterilisationen der minderwertigen Rassen von Heinrich Himmler angeordnet. Der Gynäkologe Dr. Carl Clauberg und Dr. Horst Schumann führten solche versuche im Block 11 Auschwitz I´s durch. Dr.Josef Mengele erforschte Genstrukturen von Zwillingen, Kleinwüchsigen und Behinderten. Sein Ziel war, die Fortpflanzungsfähigkeit der deutschen Bevölkerung zu steigern.
Andere SS-Ärzte führten Versuche mitneuen (schädlichen) Arzneimitteln an Menschen durch, indem sie gesunde Häftlinge infizierten und anschließend Medikamente an ihnen testeten. Arzneimittelfirmen kauften auch direkt vom Lager Häftlinge zu Versuchungszwecken ein. Eine dieser Firmen, die 150 Häftlinge gekauft hatten, sandte einen Brief an den Lagerkommandanten:

"Die Experimente sind durchgeführt worden, alle Personen sind gestorben. In Kürze werde wir uns mit Ihnen zwecks weiterer Lieferungen in Verbindung setzen."

Durch den langen Essensentzug verkleinerten sich die Organe der Häftlinge und sie verloren viel Körpergewicht. Das nutze Dr. Johann Kremer aus, indem er sich auf Hungerforschung spezialisierte. Er versuchte über die Leberschrumpfung mehr Informationen zu erhalten. Dr. Kremer befragte einige Häftlinge nach allen Details,die für seine Forschung für Gewicht waren. Anschließend wurden die Häftlinge getötet und seziert.

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BeitragVerfasst: So Jun 06, 2004 5:33 pm 
ui dankeschön :-) *knuddel*


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BeitragVerfasst: So Jun 06, 2004 5:33 pm 
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Die Täter

Adolf Hitler
20.04.1889 Adolf Hitler wird als Sohn des Zollbeamten Alois Hitler und seiner Frau Clara in Braunau am Inn (Österreich) geboren
1920 Mitarbeit am Programm der in Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei - Gründung der NSDAP
09.11.1923 Mit Waffengewalt wird der Hitlerputsch in München niedergeschlagen. Die NSDAP wird verboten und Hitler verhaftet.
26.02.1924 Hitler wird zusammen mit anderen NSDAP - des Hochverrats angeklagt und zu 5 Jahren Haft verurteilt.
20.12.1924 Hitler wird aus der Haft entlassen und veröffentlicht sein Buch "Mein Kampf"
27.02.1925 Die NSDAP wird neu gegründet
1932 Die NSDAP wird stärkste Fraktion im Reichstag.
30.01.1933 Hitler wird von dem Reichspräsidenten Hindenburg zum Reichskanzler ernannt.
30.06.1934 Hitler läßt im sogenannten Röhm-Putsch vieler seiner politischen Gegner ermorden. ihn persönlich vereidigt.
1935 In Nürnberg werden die "Nürnberger Rassegesetze" verabschiedet
15.03.1938 Hitler läßt deutsche Truppen in Österreich einmarschieren und verwirklicht sich damit seinen Traum vom "Anschluß Österreichs an das deutsche Reich".
09.11.1938 In der Reichsprogromnacht (Kristallnacht) werden zahlreiche Synagogen und jüdische Geschäfte zerstört und jüdische Mitbürger verschleppt und ermordet
23.08.1939 Abschluß des "Hitler-Stalin-Pakts". In einem geheimen Zusatzprotokoll werden die Interessensphären in Osteuropa abgegrenzt.
01.09.1939 Die deutschen Truppen marschieren in Polen ein: der Beginn des 2. Weltkrieges.
1941 Hitler ordnet die systematische Ermordung der europäischen Juden an.
20.01.1942 Wannsee-Konferenz zur "Endlösung der Judenfrage".
31.01.1943 Kapitulation der eingeschlossenen deutschen 6. Armee bei Stalingrad - die deutschen Truppen werden immer weiter zurückgetrieben
29.04.1945 Hitler heiratet seine Freundin Eva Braun
30.04.1945 Adolf und Eva Hitler begehen gemeinsam im Bunker der Reichskanzlei Selbstmord
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Die SS - Schutzstaffel
Die SS, ursprünglich zum Schutz hoher Parteifunktionäre der NSDAP gegründet, entwickelte sich unter dem "Reichsführer SS", Heinrich Himmler, zu einer parteiinternen Sicherheitsorganisation mit einer eigenen elitären Zielsetzung.

1933 bildeten sich zwei weitere Verbände aus der SS heraus: die SS-Verfügungstruppe und die SS-Totenkopfverbände, deren Mietglieder für die Bewachung der Konzentrationslager zuständig waren. Die SS - Männer waren im höchsten maße unmenschlich und brutal, zeigten keine menschlichen Regungen, und sahen ihren Dienst im KZ als "Dienst gegen den inneren Feind an".

Sie waren es, die zuschlugen, abdrückten und die Türen der Gaskammern schlossen.....
--
Die Lagerkommandanten des KZ Auschwitz

Die Lagerkommandanten waren die obersten Befehlshaber in einem Konzentrationslager.

Sie gaben die Befehle........

--
Die NSDAP

1920 wurde in München die "National Sozialistische Deutsche Arbeiter Partei" gegründet, die aber weder eine soziale noch eine Arbeiterpartei war, sondern eine faschistische Männerpartei, die von Adolf Hitler, ihrem "Führer", fast diktatorisch beherrscht wurde. In ihrem Programm und in ihren Reden versprachen sie jeder Gesellschaftsgruppe die Lösung ihrer Probleme: Sie versprachen den Arbeitslosen Arbeit, den Arbeitern höhere Löhne und bessere Bedingungen in ihren Betrieben, der Wirtschaft die Bekämpfung der Arbeiterbewegung (!), dem Militär eine größere Armee, den Nationalen die Aufhebung der "Schmach von Versailles" und einen größeren Lebensraum, den Antisemiten die Vernichtung der Juden und der "Undeutschen" und den Kinder eine glorreiche Zukunft.... - Das alles sollte in einem neuen großen "tausendjährigen germanischen Reich der arischen Rasse" realisiert werden.
-- Aus dem Programm der NSDAP von 1920:

1.) Wir fordern den Zusammenschluß aller Deutschen auf Grund des Selbstbestimmungsrechtes der Völker zu einem Großdeutschland
2.) Wir fordern die Gleichberechtigung des deutschen Volkes gegenüber den anderen Nationen, Aufhebung der Friedensverträge von Versailles und St. Germain.....
3.) Staatsbürger kann nur sein, wer deutschen Blutes ist, ohne Rücksichtnahme auf Konfession. Kein Jude kann daher Volksgenosse sein.
--
Was faszinierte die Deutschen am Nationalsozialismus?
Eine kleine Splitterpartei entwickelte sich innerhalb weniger Jahren zu einer Massenbewegung: Die NSDAP. Bei den letzten freien Wahlen der Weimarer Republik wählten über 37 % der wahlberechtigten Deutschen die "Braunen", die dadurch bereits 3 Jahre später endgültig die Macht an sich reißen konnten, indem Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde. Doch was faszinierte die Deutschen am Nationalsozialismus?

- Für ein besseres Leben "Wir hatten keinen Kaiser mehr, unser Nationalbewusstsein war angekränkelt. Ein Großteil der Bevölkerung war von der Religion weit entfernt. So denke ich, dass der Nationalsozialismus für viele eine Ersatzreligion war, die eine ganz tiefe Begeisterung weckte und wie eine Kraftquelle wirkte. Man wollte anpacken, um für ein besseres Leben zu arbeiten. Aber dass das ein Spuk war mit ganz finsteren Schattenseiten, das wusste man doch." (Zit. Nach Isa Vermehren in G. Knopps "Hitler")
- Es war immer ganz schön
"In der Frauenschaft war das immer ganz schön. Wir haben uns im Diestelbruch in der Gaststätte getroffen und dort gesungen. Wir haben auch Kranke gepflegt. Eine Ausbildung als Laienhelferin habe ich gemacht. Für die Winterhilfe haben wir eingemacht oder Plätzchen gebacken. Es war immer ganz schön." (Befragung von Frauen in einem lippischen Dorf)

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Die Opfer

Die Verfolgungsstruktur des Nationalsozialismus bezweckte die Ausschaltung von Feindgruppen
- Juden
- Sinti und Roma
- Politische Gegner
- Homosexuelle
- Zeugen Jehovas

Die genaue Zahl der Menschen, die im KZ Auschwitz starben, ist nicht bekannt. Bis zu Befreiung des KZ durch die Rote Armee, am 27.Januar 1945, wurden genau 404.222 Häftlingsnummern vergeben, jedoch nur an die Häftlinge, die als noch Arbeitsfähig eingestuft wurden. Sie bekamen ihre Nummern auf den Unterarm tätowiert. Die Deportierten, die direkt in die Gaskammern geschickt wurden, wurden nicht registriert - ihr Zahl wird auf 1,2 Millionen Menschen geschätzt.
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Homosexuelle
Um die "Züchtung einer arischen Herrenrasse" nicht zu gefährden und um die deutsche Gesellschaft zu reinigen, wurden die Homosexuellen als "gesellschaftlich abweichend" dargestellt, ausgegrenzt, verfolgt und deportiert.
Die genaue Zahl der Opfer ist nicht bekannt, man geht von 5.000 - 15.000 Toten aus.
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Auch die "Zeugen Jehovas", eine kleine christliche Religionsgemeinschaft, die sich seit 1880 in Deutschland verbreitet hatte, galt unter Hitler als "soziale Abweichend", als "Gefährlich für das deutsche Volk"
Die Anhänger der ZJ verweigerten den Wehrdienst, den Hitlergruß, nahmen nicht an den Scheinwahlen teil und traten in keine NS-Massenorganisation ein, was sie auch in der Öffentlichkeit zur Zielscheibe von zahlreichen Angriffen machte
Bereits am 4. April 1933, nur acht Wochen nach Hitlers Machtergreifung, wurden die Zeugen Jehovas verboten, der öffentliche Druck erhöht. Die, die sich nicht beugten, wurden deportiert: 2.000 kamen ins KZ, 1.200 starben oder wurden ermordet.

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Dresdner Synagoge

Bereits seit dem Mittelalter lebten zahlreiche Juden in Sachsen und besonders auch in Dresden. Da der damalige Antijudaimus in allen teilen Sachsens bereits stark ausgeprägt war, wurden alle Juden, nach einer Phase der Duldung, Mitte des 15. Jahrhunderts endgültig aus Dresden vertrieben. Erst etwa 200 Jahre später, also Anfang 1700, durften sich die ersten Juden in Dresden wieder niederlassen. Doch die bürgerlich, rechtliche Gleichstellung der Juden ließ mehr als 100 Jahre auf sich warten. Das sichtbarste Zeichen für die langsame Eingliederung der Dresdener Juden in das städtische Leben war die von Gottfried Semper entworfene Synagoge, die von 1838 bis 1840 erbaut wurde. Das Gotteshaus, welches eben wegen seiner Schlichtheit einen starken Kontrast zu den zahlreichen christlichen Kirchen in Dresden darstellte, gehörte 100 Jahre lang zum alltäglichen Stadtbild. Doch die "Reichskristallnacht", wie es die Nationalsozialisten spöttisch nannten, machte auch vor Dresden nicht halt: Die einmalige Synagoge brannte bis auf ihre Grundmauern ab. Was sonst noch übrig blieb wurde abgerissen oder vernichtet, die Brandstelle eingeebnet. Ein Davidstern, der auf der Turmspitze der Synagoge stand, war das einzige, was aus dieser schreckliche Nacht gerettet wurde.
Von den einstmals 6000 Juden überlebten nur wenige - der Rest wurde von den Nationalsozialisten kaltblütig ermordet.
Nach dem 2. Weltkrieg gab es 150 Juden in Dresden, die ihre Gottesdienste in der zur Synagoge umfunktionierten Totenhalle feierten - eine für Juden unmögliche Situation. Seit der Wende steigt die Zahl der Gemeindemitglieder wieder. Schon heute ist die jetzige "Synagoge" viel zu klein für die Gemeinde geworden, ein Neubau ist dringend notwendig. Doch nicht nur die Dresdener Juden benötigen sie, auch Dresden selbst braucht dieses jüdische Gotteshaus. Die Frauenkirche wird weltweit ein Symbol für den Frieden und für die Aussöhnung zwischen den Ländern genannt - so ist also die neue Synagoge ein "Symbol für den Anfang der Versöhnung zwischen Deutschen und Juden, zwischen Tätern und Opfern". Wir sind es unseren Juden schuldig, Ihnen das zurückzugeben, was ihnen vor 62 Jahren gewaltsam genommen wurde. Helfen sie uns, und Spenden sie für einen Neubau:



Stadtsparkasse Dresden Kto.-Nr.: 257 900 000 BLZ: 8505 5142
Dresdner Bank Kto.-Nr.: 502 002 500 BLZ: 8508 0000
Commerzbank Dresden Kto.-Nr.: 141 44 99 BLZ: 8504 0000

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BeitragVerfasst: So Jun 06, 2004 5:34 pm 
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Teilzeit-Anwesender

Registriert: Mo Jun 16, 2003 7:29 pm
Beiträge: 754
Wohnort: Da und dort
so.
das war der 2. link, der erste hat nix anders.

da kannst dir was rausziehn...


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Jun 06, 2004 5:36 pm 
gott da hab ich viel zu lesen ;-) vielen dank nochmal


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BeitragVerfasst: Mo Jun 07, 2004 2:54 pm 
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Advanced Insider

Registriert: Sa Sep 27, 2003 8:59 pm
Beiträge: 287
das war ja schon ziemlich viel.
hab trozdem nochmal geguckt:
www.dhm.de/lemo/html/nazi/antisemitismus/kz/
www.konzentrationslager.de/

beides von google ;-)


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 Betreff des Beitrags: Konzentrationslager
BeitragVerfasst: Di Apr 11, 2006 4:54 pm 
bin ich momentan auch dran. Ich mache eine Abschlussarbeit über die Konzentrationslager.
Im Internet findest du praktisch alles über die Organisation und die Entwicklung.
Eine Seite: http://de.wikipedia.org/wiki/Konzentrationslager
ich hoffe du findest dass was du brauchst.

gruss


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