Herti hat geschrieben:
tjoar, meine sicht der dinge ist halt, dass der der einem radfahrer vorwirft er fährt gern rad, einem tänzer er tanzt gern, einem mathematiker er rechne zu viel oder einem säufer er saufe zu viel...öhm, streichen wir das letzte^^ ein idiot ist, nehmen wir das mal als gegeben
Es ist so gemeint, dass ein Sportlehrer nicht von jedem Schüler das gleiche Talent erwarten darf.
Er selber soll ja gut sein und ein Vorbild, aber er kann nicht von den Schülern erwarten, dass es ihnen genauso gelingt. Ich finde, wer sich anstrengt und dem man ansieht, dass er nicht aus Faulheit den Ball nicht fängt, der sollte in Sport nicht so niedergemacht werden.
Aus meiner Schulzeit kenne ich es so, dass die guten gefördert wurden und die unsportlicheren Schüler in keiner Weise unterstützt wurden. Speziell im Sportunterricht.
An den Sportcracks wurde rumgefeilt, um sie noch besser zu machen, die Schlechten waren einfach uninteressant.
Ich erwarte schon von einem Lehrer, dass er auf jedes Kind, das Bedarf an Unterstützung hat, wenigstens versucht einzugehen. Mit Superschülern arbeite, das kann jeder. Aber auch mit dem Mittelmaß der Klasse arbeiten oder gar auf die Schwachen eingehen, das ist es, was meiner Meinung nach einen gute Pädagogen ausmacht. Dazu sollte man auch ohne gute pädagogische Ausbildung fähig sein, sich in andere hineinversetzen, mitfühlen, wie es ist, immer angepflaumt zu werden, weil man vielleicht zu wenig Ballgefühl hat oder beim Staffellauf nicht schnell genug.
In der Klasse meines Sohnes ist ein Mädchen, das fast nie in den Schwimmunterricht kommt, wir vermuten, weil es sich für seine pummelige Figur schämt. Ist das nicht traurig? Aber das nur am Rande. Warum kann man mit den Schwächen anderer nicht irgendwie fairer umgehen.